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Bauprojekt:
Eine Stadtstraße mit gebogener Häuserfront

Link zur Fotogalerie von der fertig gestalteten Straße

Foto: Stadtstraße mit H0-Stadthäusern

Foto: Stadtstraße mit H0-Stadthäusern (2) Foto: Stadtstraße mit H0-Stadthäusern (3) Foto: Stadtstraße mit H0-Stadthäusern (4)

Folgende Gegebenheiten sollten beim Bau der Stadtstraße berücksichtigt werden:

  • Die Häuserfront sollte in einem konkaven Bogen verlaufen,
  • da die Straße am Anlagenrand gelegen ist und der Blick "von hinten" durch eine Wand verwehrt wird, brauchten die Rückfronten der Häuser nicht gestaltet zu werden,
  • die Straße weist ein Gefälle auf, an das die Häuser angepasst werden mussten.

Foto: Haeuserzeile in H0

Diese Vorgaben wurden im Detail folgendermaßen umgesetzt: Es wurden (bis auf den "Neubau" des Textilhauses am oberen Rand) ausschließlich Fertigbausätze verwendet, und zwar die schönen Stadthäuser von Kibri. Wegen der verzichtbaren Rückfronten konnten mit einem Bausatz zwei Häuser gestaltet werden. Die pro Bausatz nur zwei mal vorhandenen Seitenwände wurden ergänzt durch entsprechend zugeschnittene Polystyrolplatten (1,5 mm). Durch Befeilen der zugeschnittenen Platten mussten sie der zum Teil vorhandenen Gehrung der Frontplatten angepasst werden, um eine haltbare Klebung zu ermöglichen. Dabei musste bei der Größe des Gehrungswinkels darauf geachtet werden, dass die Seitenwände durch die Krümmung des Straßenverlaufs nicht mehr rechtwinklig zur Frontplatte stehen. Im einzelnen wurde dabei so vorgegangen, dass zunächst der Straßenverlauf auf der Grundplatte angezeichnet wurde; nach dem Einmessen der Fronten ergab sich der nötige Winkel der Trennwände zu den einzelnen Fronten. Die Dächer der Bausätze sind wegen der geänderten Winkel zu den Seitenwänden nicht mehr verwendbar und mussten durch maßgefertigte Dachflächen aus dem Kibri-Platten-Sortiment ersetzt werden. Hierbei war es hilfreich, die Flächenstücke zunächst aus Karton zuzuschneiden und zusammenzupassen.

Die Anpassung an das Straßengefälle wurde dadurch ermöglicht, dass in die Seitenwände aller Häuser Langlöcher gebohrt und gefeilt wurden. Die Seitenwände wurden mit Schrauben und Muttern zusammengehalten (siehe Detailskizzen). Durch die Langlöcher ergibt sich eine Verschiebbarkeit der Wände gegeneinander in vertikaler Richtung, so dass eine Ausrichtung auf das Lot erfolgen kann. Nach dem Verbinden aller Häuser und dem Ausrichten wurde die Häuserzeile über Winkel mit der Grundplatte verschraubt und der Spalt zwischen Front und Straße ausgespachtelt.

Die Rückwände der Häuser wurden ebenfalls aus 1,5mm-Polystyrolplatten zugeschnitten und erst zuletzt fixiert. Hierbei wurde kein Polystyrolkleber verwendet, damit die Rückwände sich leichter entfernen lassen, um an die Verschraubungen und die Glühlämpchen für die Beleuchtung zu kommen.

Konstruktionsskizze 1: Verbindung der Stadthäuser Konstruktionsskizze 2: Verbindung der Stadthäuser im Gefälle
Durch Langlöcher ist zu erreichen, dass die Seitenwände gegeneinander verschoben werden können, um sie dem Straßengefälle anzupassen

Der Neubau des Textilkaufhauses

Das Textilhaus "Holtex" füllt eine Häuserlücke mit einem "schrägen" Grundriss und ist ein Eigenbau aus 1,5mm-Polystyrol- und Acrylglasplatten. Die Jalousetten an den Fenstern des Obergeschosses entstanden aus dünnem, im Abstand von 0,5 mm mit einer scharfen Klinge "geschlitzten" Papier. Die einzelnen Lamellen wurden mit einer Pinzette einzeln aus der Papierebene herausgebogen, so dass Licht hindurch treten kann (eine ziemlich "fummelige" Angelegenheit!). Der "Balkon" über den Schaufenstern nimmt die Beleuchtung auf: Sie wurde durch "Scheinwerfer" vorgenommen, die aus Reflektorfassungen für 3 mm-Leuchtdioden und 3 mm-Miniaturlämpchen hergestellt wurden. Am meisten Spaß hat es gemacht, sich als "H0-Dekorateur" für die Schaufenster zu betätigen.

Foto: Textilkaufhaus in H0 - Eigenbau

Foto: Schaufenster 1 im Textilkaufhaus Foto: Schaufenster 2 im Textilkaufhaus

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